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Verein

Name:

Verein zur Förderung des ökologischen Landbaus und der Landschaftspflege (OeLaLa) in Reetz e.V.

Vereinsregister Potsdam VR 7151 P; Bestätigung der Gemeinnützigkeit durch das FA Brandenburg Steuernummer 048/142/03137

 

Sitz:

Lindenplatz 1, 14827 Wiesenburg/Mark OT Reetz

 

Gründung:

Am 1.3.2008 von 8 Mitgliedern in Reetz. Er ist als gemeinnützig anerkannt.

 

Projekt „Naturinsel Reetz“:

OeLaLa besitzt 21 ha ökozertifiziertes Ackerland unmittelbar am Sensthof.

 

Mitglieder:

Derzeit sind wir 67 Mitglieder und ein Biobauer aus einem Nachbardorf

 

Treff:

Jährliche Mitgliederversammlungen und monatliche Aktionswochenenden in vereinseigenen Räumen.

 

Bankverbindung:

OeLaLa in Reetz e.V., IBAN: DE93 1605 0000 3655 0026 28, BIC: WELADED1PMB

 

Analyse der Landnutzung um Reetz und Folgerungen für die Gründung von OeLaLa e.V.:

Die Entwicklung der Reetzer Landwirtschaft nach der Wende ist folgende: Aus der aufgelösten LPG haben sich zwei Kapitalgesellschaften gebildet, die der Landschaft um das Dorf mit ihrer Intensivnutzung den Charakter aufdrücken: Kilometerweite sterile Mais- und Gedreidefelder südlich des Dorfes speisen die Milch- und Fleischproduktion. Wer diese Art Lebensmittelproduktion sieht, wird schwerlich daran teilhaben wollen. Die Nutzung des Landes eskalierte weiter durch den Bau mehrerer Biogasanlagen, die ab in 2008 in Betrieb gegangen sind: Riesige Getreide- und Maisflächen im Nordwesten. Rückzugsgebiete für Flora und Fauna in Form von Brachland wurden inzwischen in Maisfelder umgewandelt und einem unvernünftigen agrarwirtschaftlichen Kreislauf zugeführt.

 

OeLaLa möchte dieser der Natur und dem Menschen unverträglichen Landwirtschaft eine ökologische Landschaftsnutzung entgegenstellen. Zu diesem Zweck hat der Verein 20,7 ha Ackerland am Dorfrand erworben.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Landschaftspflege um Reetz, d.h. naturtypische Biotope wiederherzustellen und zu pflegen. Eine attraktive, touristisch erschlossene Natur könnte die Zukunft von Reetz verbessern helfen. Weiter nutzt OeLaLa das Ökozentrum des Sensthofes für ökologische Bildungsarbeit mit Schulklassen.

 

OeLaLa e.V. als Gegenmodell zur Agrarindustrie und zum Landgrabbing des Finanzkapitals:

Mit dem Motto "Ackerland in Verbraucherhand und Ackerland in Dorfes Hand" wendet sich OeLaLa an Menschen, die mit ihrer Mitgliedschaft einen oder einen Teil eines virtuelles Hektars Land finanzieren. Der investierte Betrag geht den Mitgliedern nicht verloren. Es ist ein zinsloses Darlehen.  Der Gewinn ergibt sich aus einer umweltfreundlichen, ökologischen Produktionsweise.

 

Als Verbraucher von Nahrungsmitteln können wir nur indirekt in die landwirtschaftliche Produktionsweise eingreifen. Mit diesem Modell können wir direkt und selber die Nutzung der Landschaft bestimmen. Der Konsument wird so auch Produzent und versorgt sich und den Markt mit ökologischer Nahrung.

 

"Ackerland in Dorfes Hand":

Vor der Wende lebte das Dorf vorwiegend von Land- und Forstwirtschaft. Inzwischen gibt es keinen Landwirt mehr im Dorf. Der Erntegewinn kommt dem Dorf kaum zugute. Als Verpächter von Land unterstützt OeLaLa die Existenzgründung eines Biobauern.